Jochen Schweizer Monthly // Inside Abenteuer Vol. 7 – bungeesprung aus der gondel

Nächster Halt? Freier Fall! Wie eine Schweizer Bergbahn zur schwebenden Bungee-Plattform wird

Liebe Medienpartner,

die Gondel gleitet über den türkisblauen Hinterstockensee, ringsum ragen die Berge der Stockhornkette auf, dann stoppt sie mitten in der Luft: Die Tür öffnet sich, ein schmales Trittbrett wird zum letzten Stück festen Bodens und zwischen den eigenen Füßen und dem Bergsee liegen plötzlich 134 Meter. Dann folgt der Absprung.

Was tagsüber Teil des regulären Bergbahnbetriebs ist und zahlreiche Fahrgäste auf den höchsten Berg der Stockhornkette bringt, verwandelt sich am Abend in eine schwebende Bungee-Plattform. Anders als bei einem Sprung von einer Brücke, einem Kran oder einer Staumauer hängt hier bereits der Absprungpunkt selbst in der Luft. Die Gondel bringt die Bungeespringer nach oben, wird zur Sprungplattform und holt die Teilnehmenden nach dem freien Fall wieder zurück.

absprung aus der gondel

Die Idee für den ungewöhnlichen Sprung entstand aus einer praktischen Herausforderung. Die Gegend rund um Interlaken gilt als Adventure-Hub, passende hohe Brücken oder Staumauern gibt es in der direkten Umgebung jedoch nicht. Die Lösung lag deshalb nicht auf festem Boden, sondern über dem Hinterstockensee.

Von der Mittelstation Chrindi fährt die kleinere Gondel über das Wasser und hält für den Sprung an einer Stelle, an der sie im normalen Betrieb nicht stoppt. Unter ihr befindet sich freie Fläche, ringsum öffnet sich das Panorama aus See und Bergwelt. Was landschaftlich spektakulär aussieht, ist gleichzeitig eine logistische Sonderlösung, denn die Gondel muss für jeden Sprungbetrieb neu vorbereitet werden.

Tagsüber fährt sie regulär, erst außerhalb der Betriebszeiten beginnt der Umbau. Auf dem Dach wird die Technik installiert, mit der die Teilnehmenden später wieder nach oben gezogen werden. An der geöffneten Tür befestigt das Team ein Trittbrett, das den Absprungpunkt aus der Kabine hinausverlegt. Laut Bungee Specialist Allan Anthony bewegt sich die Gondel beim Absprung nur leicht, da sie für mehrere Fahrgäste und deren Bewegungen ausgelegt ist.

präzision vor dem sprung

An der Mittelstation laufen zunächst festgelegte Abläufe ab. Die Teilnehmenden erhalten Fußschlaufen und einen Ganzkörpergurt, werden gebrieft und gewogen. Das Körpergewicht entscheidet darüber, welches Bungee-Seil eingesetzt wird und in welcher Reihenfolge die Gruppe springt.

Die schwerste Person beginnt. Das Gewicht wird auf einem Armband vermerkt, die Reihenfolge kontrolliert und das passende Seil ausgewählt. Erst wenn diese Zuordnung stimmt, steigt die Gruppe in die Sprunggondel.

Hinter diesem Ablauf steckt viel Präzision, denn unterschiedliche Gewichtsklassen erfordern unterschiedliche Seile, deren Eigenschaften zur jeweiligen Belastung passen müssen.

handarbeit für den freien fall

Allan Anthony kennt diese Prozesse bis ins Detail. Die Bungee-Seile werden vom Erlebnispartner selbst hergestellt und bestehen aus zahlreichen einzelnen Gummisträngen, die zu einem Seil zusammengefügt werden. „Während des gesamten Herstellungsprozesses verwenden wir Kraftmessgeräte und weitere Prüfverfahren, um sicherzustellen, dass das Seil innerhalb der von uns festgelegten Leistungsparameter arbeitet“, erklärt er.

Für die Verarbeitung des Latexmaterials braucht es laut Anthony neben Messwerten vor allem Erfahrung und das richtige Gefühl für den Druck, mit dem die einzelnen Stränge bearbeitet werden. Die Herstellung ist damit kein rein maschineller Vorgang, sondern ein handwerklicher Prozess, bei dem Präzision und Routine zusammenkommen.

Auch nach der Fertigung endet die Kontrolle nicht. Zwei voneinander unabhängige elektronische Messsysteme zeichnen während des Betriebs die Dehnung des Seils auf. Die Daten werden ausgewertet, die Seile zur Basis zurückgebracht, inspiziert und gewartet. Ein Bungee-Seil hält normalerweise rund 500 Sprünge, dann wird es ausgetauscht, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.

kopfüber richtung bergsee

Ist die Technik vorbereitet, fährt die Gondel über den Hinterstockensee und bleibt an der Sprungposition stehen. In diesem Moment verändert sich laut Erlebnispatner jedes Mal wieder die Atmosphäre in der Kabine. Alle werden leise, die Blicke fallen direkt auf das Wasser und aus einer anfänglich abstrakten Höhenangabe wird plötzlich eine sichtbare Distanz. Genau darin liegt der wesentliche Unterschied zu einem Skydive. Beim Fallschirmsprung ist der Boden weit entfernt und schwerer einzuschätzen. Über dem Hinterstockensee liefert das Wasser dagegen einen unmittelbaren Referenzpunkt. Seine Konturen sind klar zu erkennen, die Entfernung wirkt greifbar – das Gehirn versteht so ziemlich genau, wie weit es nach unten geht.

Dann führt der Weg auf das Trittbrett. Gesprungen wird allein und kopfüber. Manche stoßen sich aktiv nach vorne ab, andere lassen sich eher fallen, weil die Beine im entscheidenden Moment nicht mehr vollständig mitspielen. Auf die perfekte Bewegung kommt es jedoch gar nicht an, denn durch die Gewichtsverteilung richtet sich der Körper nach dem Absprung ohnehin mit dem Kopf nach unten aus.

134 Meter adrenalin

Nach dem Absprung beschleunigt der Körper in Richtung See, bis das Seil seine maximale Ausdehnung erreicht. Dann setzt der Rebound ein: Das gedehnte Material zieht sich zusammen und beschleunigt die springende Person wieder nach oben. Nach dem ersten freien Fall geht es mit den Füßen voran zurück in die Höhe, anschließend folgt ein weiterer Fall. „Der Rebound-Effekt wird jedes Mal geringer, da sich die Energie durch Luftwiderstand und Reibung im Seil nach und nach abbaut“, erklärt Anthony.

Der erste Fall ist damit nicht der Schlusspunkt, sondern der Auftakt zu einer kurzen, intensiven Bewegung zwischen See und Gondel. Für einige Sekunden wechseln sich Fallen, Hochschnellen und erneuter freier Fall ab, bis der Körper unterhalb der Kabine dann endgültig auspendelt. An vielen Bungee-Spots werden die Springenden anschließend auf festem Untergrund oder zu einem Boot abgelassen. Am Stockhorn führt der Rückweg dagegen dorthin zurück, wo alles begonnen hat: in die Gondel.

Dafür drehen sich die Teilnehmenden in eine sitzende Position und haken ein herabgelassenes Bergeseil in ihren Klettergurt ein. Eine Seilwinde zieht sie anschließend zurück zur Kabine. Sie wird von einem elektrischen Hydraulikaggregat angetrieben und vor dem Sprungbetrieb auf dem Dach der Gondel installiert. Die Sicherung bleibt während des gesamten Vorgangs bestehen.

sicherheit hinter der offenen tür

Im Hintergrund greifen nämlich redundante Sicherungssysteme, standardisierte Checklisten und gegenseitige Doppelkontrollen ineinander. Auch für die Teilnehmenden gelten klare Voraussetzungen: Sie müssen gesund sein, dürfen keine aktiven Verletzungen haben und nicht alkoholisiert sein. Eine Schwangerschaft sowie bestimmte körperliche Einschränkungen schließen einen Sprung aus, außerdem gelten Mindest- und Höchstgrenzen beim Körpergewicht.

Die letzte Entscheidung trifft der verantwortliche Guide. Bestehen Zweifel an der gesundheitlichen Eignung oder werden Vorgaben nicht eingehalten, findet kein Sprung statt.

allein springen, gemeinsam jubeln

Begleitpersonen können an der Mittelstation warten und die und die Gondel von außen beobachten. In der Sprunggondel selbst befinden sich nur die Teilnehmenden und das Team. Musik, Countdown und die Reaktionen der Gruppe prägen die Stimmung, während eine Person nach der anderen auf das Trittbrett steigt. Der Moment an der offenen Tür gehört jeder Person allein. Wer anschließend per Winde zurück in die Kabine gezogen wird, wird jedoch von der ganzen Gruppe empfangen. So wechseln sich Anspannung, Stille, Adrenalin und Erleichterung innerhalb weniger Minuten ab.

Fun Fact: Trotz aller Technik und Vorbereitung gibt es ein Detail, das sich offenbar nicht vollständig kontrollieren lässt: Immer wieder landet ein Schuh im See. Einige lassen ihn im Wasser zurück, andere springen später selbst in den See und schwimmen hinaus, um ihn wieder einzusammeln. Abenteuerlich eben.

neugierig geworden?

Wer Lust auf Adrenalin, Bergpanorama und einen Absprungort der besonderen Art hat, kann den Bungeesprung aus der Stockhorngondel über Jochen Schweizer buchen. Nach Briefing, Ausrüstung und Gewichtskontrolle an der Mittelstation fährt die Sprunggondel über den Hinterstockensee und hält direkt über dem Wasser. Gesprungen wird allein und kopfüber, anschließend werden die Teilnehmenden per Seilwinde zurück in die Gondel gezogen.

Das Erlebnis richtet sich an alle, die Bungee-Jumping nicht von einer Brücke oder festen Plattform, sondern mitten in der Schweizer Bergwelt erleben möchten. Vorerfahrung ist nicht nötig. Dafür gibt es 134 Meter freien Fall, mehrere Rebounds, den direkten Blick auf den Bergsee und jede Menge Adrenalin.

Und schon bald geht „Inside Abenteuer“ im August mit Vol. 8 in die nächste Runde!

Bildmaterial steht zur redaktionellen Nutzung unter Angabe der Credits im Dateinamen zur Verfügung. Bei Interesse an weiteren Informationen, O-Tönen, zusätzlichem Bildmaterial oder einem Erlebnistest freuen wir uns über Ihre Rückmeldung.

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Über die Jochen Schweizer GmbH

Die Jochen Schweizer GmbH, gegründet 1987 von Jochen Schweizer selbst, ist als führender Anbieter für Erlebnisse und Erlebnisreisen ein echter Wegbegleiter für alle Menschen, die Außergewöhnliches und Herausforderndes erleben und über sich hinauswachsen wollen. Dafür vermittelt das Unternehmen tausende unterschiedliche Erlebnisse, Erlebnisreisen und Erlebnisgeschenke in Deutschland, Österreich und der Schweiz – für jeden Geschmack, jeden Anlass und jedes Alter. Erhältlich sind sämtliche Erlebnisangebote online auf www.jochen-schweizer.com sowie im Einzelhandel. Im Oktober 2017 wurden Jochen Schweizer und mydays unter dem Dach der Jochen Schweizer mydays Group vereint. Die Gruppe gehört zur ProSiebenSat.1 Media SE. Die neue Erlebnisgarantie von Jochen Schweizer bietet volle Flexibilität bei der Einlösung. Jeder Geschenkgutschein ist flexibel für über 9.000 Erlebnisse einlösbar – vom Fallschirmsprung bis zum Survival Camp, vom Varieté-Dinner bis zum E-Foil Kurs. Außerdem sind Gutscheine drei Jahre gültig und verlängerbar, auf Wunsch werden Kund:innen persönlich beraten. Mehr dazu unter https://www.jochen-schweizer.de/erlebnis-garantie/l/6ekpu

urlaub nach gefühl: reisetrends für jedes bedürfnis

Liebe Medienpartner,

Urlaub ist längst mehr als ein Tapetenwechsel. Wer heute verreist, entscheidet sich nicht nur für ein Urlaubsziel, sondern für ein bestimmtes Urlaubsgefühl. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr Wohin?, sondern Warum? Reisetrends wie Quietcation, Skillidays, Glowcation oder Darecation entstehen nicht zufällig. Sie spiegeln wider, wonach sich Menschen heute sehnen: mentale Erholung, persönliche Weiterentwicklung, Abenteuer oder inneres Wohlbefinden. Jochen Schweizer zeigt die wichtigsten Reisetrends für jedes Bedürfnis.

quietcation für (mentale) erholung und achtsamkeit

Ruhe, bitte! Auch die Kunst des Nichtstuns will gelernt sein. Bei diesen Erlebnissen fällt die Übung leicht: Ein Baumhaus-Chalet mitten im Wald, ein abgelegener Glaskubus in den Bergen oder ein Haus auf dem See bieten genau das, wonach sich viele sehnen: Stille, Natur und keine Termine. „Quietcation“  ist der Trend zu ruhigen Reisezielen, Entschleunigung und bewusstem Verzicht auf Reizüberflutung.

Laut dem Hilton Trends Report 2026 ist „Rest and Recharge“  mit 56 Prozent der wichtigste Grund für Freizeitreisen.1 Wer Ruhe sucht, aber dennoch nicht ganz auf Bewegung verzichten möchte, findet im SUP Yoga die passende Aktivität. Reset für den Kopf.

skillidays für growth und persönliche weiterentwicklung

Urlaub mit Hands-on-Mentalität. Wer den Urlaub nutzt, um neue Fähigkeiten zu erlernen, nimmt mehr mit nach Hause als Souvenirs. Beim Schreinern, Töpfern und Tufting oder Baristakurs beispielsweise entsteht das gute Gefühl, etwas Neues gelernt und mit den eigenen Händen geschaffen zu haben.

Dass der Trend den Nerv der Zeit trifft, zeigt auch eine aktuelle Umfrage: Fast jede zweite Person in Europa möchte laut einer Studie von Mastercard in diesem Jahr im Urlaub gezielt eine neue Fähigkeit erlernen.2 Dass dieser Trend auch in Deutschland ankommt, zeigen die Zahlen von Jochen Schweizer: Der Umsatz in der Kategorie „Kreatives Handwerk“  ist gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent gestiegen.

darecation für persönliche herausforderung und abenteuerlust

Mut tut gut. Zumindest, wenn es nach Menschen geht, die im Urlaub auf der Suche nach einer persönlichen Grenzerfahrung sind. Ob beim Bungeesprung aus der Gondel, beim Flugzeug selber fliegen oder beim Survival-Abenteuer in der Natur – bei einer sogenannten „Darecation“ geht es darum, Ängste zu überwinden und dadurch Selbstvertrauen zu gewinnen.

Pinterest zählt „Darecation“ zu den prägendsten Lifestyletrends des Jahres.3 Auch in den Zahlen von Jochen Schweizer zeichnet sich der Trend „Darecation ab: Die Kategorie Bungeesprung hat im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent zugelegt, der Bungeesprung aus der Gondel sogar um 175 Prozent.

glowcation für wohlbefinden

Schönheit kommt bekanntlich von innen. Bei einer „Glowcation“ geht es darum, Körper und Geist in Balance zu bringen und von innen heraus zu strahlen. Der Wunsch nach ganzheitlichem Wohlbefinden wächst: Hier steht die bewusste Erholung im Mittelpunkt – von kleinen Wohlfühlmomenten beim Head Spa und Cryotherapie bis hin zu mehrtägigen Health Retreats im Wald.Weit Rheingau, die das mentale und körperliche Wohlbefinden gleichermaßen fördern. Wellness, Selfcare und gesundheitsorientierte Reisen gehören laut Mastercard inzwischen zu den wichtigsten globalen Reisetrends.4

1 Hilton (2025): Hushpitality: Seeking Sweet Silence, Teil des 2026 Trends Report.

2 Mastercard Economics Institute & Trend Hunter (2026): Experience Economy 2026. Mastercard Newsroom Deutschland, „Deutschland erlebt 2026 eine neue Lust am Analogen“.

3 Pinterest (2025): Pinterest Predicts™ 2026 – Trend „Darecations.

4 Mastercard Economics Institute & Trend Hunter (2026): Experience Economy 2026. Mastercard Newsroom Deutschland, „Deutschland erlebt 2026 eine neue Lust am Analogen“.

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Jochen Schweizer Monthly // Inside Abenteuer Vol. 6 – Survival-Tipps von Experte Niko Hippe

Kein Feuerzeug. Kein Zelt. Kein Problem? Survival-Experte Niko Hippe zeigt, wie man in der Wildnis überlebt

Liebe Medienpartner,

mit “Inside Abenteuer” geht es dieses Mal raus in die Wildnis. Beim Survival Training von Jochen Schweizer in Irschenberg lernen Teilnehmende, wie sie draußen in der Natur zurechtkommen: Feuer machen, Trinkwasser finden und aufbereiten, einen Unterschlupf bauen, essbare Pflanzen erkennen und ruhig bleiben, wenn es nass, dunkel und ungewohnt wird.

Niko Hippe macht dieses besondere Outdoor-Abenteuer möglich und ist ein echter Survival-Experte. Doch das war ein längerer Weg. Hippe war schon immer viel draußen: zelten, Natur, Abenteuer. Zumindest dachte er das. Als ihm eine Freundin von einem Survival-Kurs erzählte, nach dem man angeblich ohne jegliche Ausrüstung in der Wildnis überleben kann, war er erst skeptisch. Er buchte den Kurs trotzdem – ohne zu ahnen, dass daraus eine mehrjährige Ausbildung werden würde. Hippe lernte, nur mit dem zu arbeiten, was die Natur hergibt: einen Unterschlupf aus Laub, Moos oder Gras bauen, Trinkwasser finden und aufbereiten sowie aus Holz und Pflanzenmaterialien ein Feuerbohrset herstellen. Bei seiner Abschlussprüfung war Niko Hippe fünf Tage in der Wildnis. Nur mit der eigenen Kleidung am Körper, ohne Messer, Feuerzeug oder Schlafsack. Am Ende hatte er warm geschlafen, Wasser gefunden, Feuer gemacht, Nahrung gefunden und zubereitet und einen Unterschlupf gebaut. „Das war für mich ein prägendes Erlebnis”, sagt Hippe.

Heute gibt er dieses Wissen als Erlebnispartner von Jochen Schweizer weiter. In seinen Survival-Trainings geht es nicht darum, die Natur zu bezwingen, sondern darum, sie zu verstehen, mit ihr zu arbeiten und aus ihr heraus neue Sicherheit zu gewinnen – für jegliche Lebenssituationen, auch abseits der Wildnis.

survival-training als übersetzungshilfe für die natur

Hippe hat fünf Jahre Ausbildung hinter sich und mehr als 40.000 Euro in sein Wissen investiert. Gelernt hat er dabei nicht nur, welche Ausrüstung funktioniert, sondern vor allem, wie ein Leben in der Natur ohne jegliche Ausrüstung aussehen kann.

Sein Ansatz? „Ich unterrichte Prinzipien”, sagt Hippe. Wer nur weiß, welche konkrete Baumart sich für ein Feuerbohrset eignet, steht in einem anderen Land mit fremden Bäumen schnell ratlos im Wald. Wer aber gelernt hat, hartes und weiches Holz zu erkennen, kann dieses Wissen fast überall anwenden. Genau das macht Survival für ihn zu einer Art Übersetzungshilfe für die Natur. Aus Moos, Gras, Laub, Holz, Steinen und Pflanzen werden Ressourcen – quasi ein ziemlich gut ausgestatteter Werkzeugkasten.

challenge accepted: zwei monate survival in den karpaten

Wie weit dieses Wissen tragen kann, hat Hippe nicht nur in Trainings erlebt. Er war bereits zwei Monate in den Karpaten unterwegs, Europas größtem geschlossenen Laubwaldgebiet, und das ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt. Was für andere nach Ausnahmezustand klingt, wurde für ihn mit der Zeit alltäglich. Er begegnete sogar mehreren Braunbären.

Gegessen wurde, was die Umgebung hergab: Himbeeren, Brombeeren, Pilze, Wurzeln, Pflanzen, Brennnesselspinat, geröstete Samen, gekocht in selbst hergestellten Rindengefäßen. Sogar Kaffeeersatz entstand unterwegs: aus gerösteten und gemahlenen Hagebuttenkernen. Wer kein Gewicht verlieren möchte, muss jedoch jagen.

warum survival nichts mit dem dschungelcamp zu tun hat

Trotz solcher Geschichten hält Hippe wenig vom Bild des Survival-Helden, der sich mit finsterem Blick durch Unterholz kämpft. „Die Natur ist nicht der Feind, gegen den man kämpfen muss, um zu überleben. Im Gegenteil.”, sagt er. Genau das sei eines der größten Missverständnisse.

Im Basiskurs geht es deshalb nicht um künstliche Härte, sondern um die vier Grundbedürfnisse: Schutz, Feuer, Wasser und Nahrung. Die Teilnehmenden bauen Unterschlüpfe, machen Feuer, bereiten Trinkwasser auf, beschäftigen sich mit Pflanzenkunde und lernen, wie Ausrüstung sinnvoll eingesetzt werden kann. Messer, Säge, Plane und Trinkflasche gehören für Hippe zu den praktischsten Begleitern. Gleichzeitig zeigt er, wie man mit weniger zurechtkommt, wenn es nötig wird.

Auch Essen aus der Natur gehört dazu, aber nicht als Dschungelprüfung. In den Kursen wird meist normal über dem Feuer gekocht, oft vegetarisch. Wildkräuter und selbst gesammelte Pflanzen können Teil des Menüs sein, Würmer und Maden müssen es nicht.

luftmatratze oder laubbiwak

Das vielleicht wichtigste Detail für alle, die bei Survival innerlich schon die Flucht planen: Niemand wird einfach in die Wildnis geworfen. Das Herausforderungslevel richtet sich nach den Menschen, die kommen.

„Wenn du eine Luftmatratze brauchst, bringst du eine Luftmatratze mit. Wenn du einen Taschenwärmer brauchst, nimmst du einen Taschenwärmer mit”, sagt Hippe. Wer in der Jurte, einem traditionellen Nomadenzelt, schlafen möchte, kann das tun. Wer ein eigenes Zelt dabeihat, schläft im Zelt. Wer unter dem Tarp, einer einfachen Zeltplane, liegen will, kommt dem Draußensein jedoch schon näher. Und wer sich richtig challengen möchte, schläft im selbstgebauten Laubbiwak.

In seinen Kursen treffen sich Bankmitarbeiter:innen, Unternehmer:innen, Aussteiger:innen, Naturfans und Menschen, die durch Formate wie z. B. „7 vs. Wild” neugierig geworden sind. Manche suchen Abenteuer, andere einfach den Ausgleich. Alle entscheiden selbst, wie weit sie an diesem Wochenende gehen möchten.

warum regen der beste survival-trainer ist

Der Kurs findet in Irschenberg statt, in einem Waldstück, das Hippe bestens kennt. Er ist dort geboren, kennt die Umgebung, die Ressourcen und das Wetter. Es gibt Holz, Wasser, Pflanzen, einen Bach und genug Raum, um Survival nicht theoretisch zu erklären, sondern auch praktisch auszuprobieren.

Abgesagt wurde laut Hippe noch nie ein Training, auch nicht bei Regen. Im Gegenteil: Dann wird es erst richtig interessant. „Wenn es regnet, kommt die echte Herausforderung”, sagt er. Feuer bei Sonne zu machen, sei eine Sache. Feuer bei Regen zu entfachen, eine ganz andere.

Für den Unterricht steht eine große Jurte zur Verfügung. Dort kann gelernt, gekocht und bei sehr schlechtem Wetter Schutz gefunden werden. Trotzdem bleibt das Erlebnis draußen verankert. Denn genau dort zeigt sich, ob ein Unterschlupf wirklich isoliert, ob das Feuer funktioniert und ob man ruhig bleibt, wenn es dunkel, nass oder ungewohnt wird.

die wichtigste ausrüstung ist der kopf

Für Hippe endet Survival nicht, sobald er den Wald verlässt. „Für mich ist Survival-Wissen im Alltag anwendbar”, sagt er. Denn auch im normalen Leben kommen Situationen, die herausfordern: Stress, Streit, Druck, Überforderung. Seine Regel aus dem Wald klingt simpel, ist aber ziemlich alltagstauglich: „Erst mal zuhören, ruhig atmen, denken und dann erst reagieren.” Wer draußen vorschnell handelt, friert vielleicht nachts, weil das Biwak zu dünn gebaut ist. Wer sich 20 Minuten mehr Zeit nimmt, schläft warm. Für Hippe steckt genau darin der Transfer: Herausforderungen lassen sich nicht vermeiden. Man kann nur lernen, anders mit ihnen umzugehen.

Nach einem Survival-Wochenende bleibt deshalb mehr als ein paar neue Outdoor-Skills. Viele sehen die Natur danach mit anderen Augen: als Ort voller essbarer Pflanzen, Heilkräuter, Feuerbohrmaterial, Biwakbauressourcen und Trinkwasserquellen. Die Natur wird einfach lesbarer.

das erlebnis bei jochen schweizer

Wer die eigenen Outdoor-Skills testen möchte, kann das Survival Training in Irschenberg über Jochen Schweizer buchen. Von Freitag bis Sonntag lernen die Teilnehmenden grundlegende Survival-Techniken, verbringen Zeit draußen im Wald und entscheiden selbst, wie weit sie aus der Komfortzone gehen möchten. Das Erlebnis richtet sich an Einsteiger:innen ebenso wie an Outdoor-Fans, die ihr Wissen vertiefen wollen. Niemand muss ohne Ausrüstung losziehen oder sich künstlich abhärten. Aber wer möchte, bekommt die Gelegenheit, ein Wochenende lang auszuprobieren, wie viel Sicherheit in den eigenen Fähigkeiten steckt.

Die nächste Ausgabe von „Inside Abenteuer” folgt im Juli.

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von survival-camp in der karibik bis eisbrecherfahrt: vier reisetipps für unkonventionelle flitterwochen

Liebe Medienpartner,

verliebt, verlobt, verheiratet: Mit Einzug des Frühlings beginnt die Hochzeitssaison. Was folgt sind meist Flitterwochen. Aber warum eigentlich immer dahin, wo alle hinfahren? Für Paare, die mehr wollen als Sonnenliege und Standard-Sunset, hat Jochen Schweizer fünf außergewöhnliche Flitterziele zusammengestellt. Hier gilt: Once in a lifetime – genau wie beim Ja-Wort!

#1 challenge für die liebe: survival-camp in der karibik

St. Vincent und die Grenadinen: Das Ziel klingt nach klassischen Flitterwochen unter Palmen. Doch statt 5 Sterne-All-inclusive erwartet frisch Vermählte hier ein ungewöhnliches Abenteuer: ein zweiwöchiges Survival-Camp mitten im karibischen Dschungel. Zwischen Salzluft, tropischer Hitze und unberührter Natur beginnt der Kurs mit einem intensiven Training, bei dem grundlegende Survival-Skills vermittelt werden – von Nahrungsbeschaffung über das Erkennen von Gefahren wie Giftpflanzen bis hin zu Angeltechniken und Trinkwassergewinnung. Im zweiten Teil des Camps sind die Teilnehmer:innen draußen in der Wildnis auf sich allein gestellt. Ein Reality-Check für echtes Teamwork, Vertrauen und Zusammenhalt. Wer diese Herausforderung als Paar meistert, ist für die Höhen und Tiefen einer Ehe bestens gewappnet.

#2 eiskalte liebe: eisbrecherfahrt durch den bottnischen meerbusen

Das Eis ist bei verheirateten Paaren längst gebrochen. Bei diesem Erlebnis passiert das sogar wortwörtlich. Im schwedischen Haparanda, nahe dem Polarkreis, gleitet der Eisbrecher Sampo durch die gefrorene Ostsee und bahnt sich seinen Weg durch meterdickes Eis. Während die Schollen krachend auseinanderbrechen, erleben Paare ein Naturerlebnis, das unter die Haut geht. Tempo, Kälte, klare Luft, arktische Landschaft – neben der Eisbrecherfahrt macht eine Husky-Schlittenfahrt durch die verschneite Wildnis die viertägige Reise zu einem Honeymoon voller Abenteuer und nordischer Wildnisromantik.

#3 filmreife liebe: drehortreisen in england und irland

Bei Drehbuchreisen werden frischgebackene Eheleute selbst zu den Stars ihrer eigenen Lovestory – inmitten ikonischer Filmwelten. Ob auf der Game of Thrones Filmreise Nordirland entlang rauer Küsten und mystischer Landschaften, mit exklusiven Behind-the-Scenes Momenten auf der Drehortreise Harry Potter Schottland oder stilecht „geschüttelt, nicht gerührt“ auf der Filmreise James Bond London: Jede Station fügt dem gemeinsamen Plot ein neues Kapitel hinzu. Die Drehortreise Rosamunde Pilcher England liefert das perfekte Set für große Gefühle – mit geheimnisvollen Küstenorten in Cornwall und dramatischen Klippen entlang der Jurassic Coast. Flitterwochen mit garantiertem Happy End!

#4 strahlkraft für die liebe: leuchtturm hideaway auf la palma

Der Faro Punta Cumplida auf La Palma ist ein Honeymoon Hideaway wie aus dem Bilderbuch. Ein Infinity Pool mit Blick auf den Atlantik, Dinner mit Blick in die Sterne – der Leuchtturm ist ein Ort zum Ankommen und Loslassen. Üppig grün, rau, wild und zugleich überraschend still. Nicht ohne Grund gilt La Palma – la Isla Bonita – als schönste Insel der Kanaren. Die Insel verbindet rohe Natur mit dramatischen Vulkanlandschaften. Für Paare, die mehr suchen als reine Entspannung, beginnt das Abenteuer direkt vor der Tür: etwa beim Downhill vom Vulkan durch spektakuläre Naturlandschaften. Und wenn die Sonne im Atlantik versinkt, beginnt das nächste Highlight: La Palma zählt – neben Hawaii – zu den besten Orten weltweit, um Sterne zu beobachten.

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blau machen mit wirkung: sechs sommererlebnisse für den blue mind effect

Coolcation für den Kopf

München, Juni 2026. Wasser als Reset-Knopf: Laut der sogenannten „Blue Mind Theorie“ versetzt Wasser unser Gehirn in einen Zustand der Entspannung und des Wohlbefindens. Aufgestellt wurde die Theorie von dem Meeresbiologen Dr. Wallace J. Nicols. Das Erstaunliche: Man muss nicht einmal direkt im Wasser schwimmen gehen, schon der Blick auf das weite Blau reicht aus, um Körper und Geist in einen entspannteren Zustand zu versetzen. Sommererlebnisse am und im Wasser sorgen somit nicht nur für Abkühlung, sondern helfen auch dabei, den Kopf freizubekommen. Jochen Schweizer präsentiert sechs Erlebnisse für Blue Mind Moments als Antwort auf Hitzestress, mentale Überladung und den Wunsch nach echter Erholung.

#1 coolcation wörtlich genommen: sup im natureispalast hintertuxer gletscher

Mehr cool und blue geht nicht: Wer der Sommerhitze entkommen will, findet am Hintertuxer Gletscher den wohl coolsten Rückzugsort der Alpen. Während anderswo die Temperaturen steigen, herrscht hier an 365 Tagen im Jahr konstante Abkühlung: null Grad. Ob auf dem SUP, im Boot oder beim Eisschwimmen vor der beeindruckenden Kulisse des Berggletschers – hier fühlt sich jeder Besuch an wie eine Reise in eine andere Welt.

#2 abtauchen mit tiefgang: apnoe tauchen

Ruhe finden und ganz im Moment sein: Das gelingt bei kaum einem Erlebnis so gut wie beim Freitauchen, auch Apnoetauchen genannt. Mit nur einem Atemzug geht es unter die Wasseroberfläche in eine Welt voller Stille, Fokus und Schwerelosigkeit. Der Mix aus mentaler Stärke, bewusster Atmung und erfrischender Abkühlung macht Apnoetauchen zu einem der spannendsten Blue-Mind-Erlebnisse des Sommers.

#3 unterirdisch cool: höhlentrekking

Beim geführten Höhlentrekking geht es durch glasklare Wasserbecken, vorbei an imposanten Felsformationen und Wasserfällen. Schritt für Schritt führt der Weg weg vom Tageslicht und hinein in eine faszinierende Welt aus Wasser, Fels und Dunkelheit. Statt UV-Strahlen und Hitzestress warten hier Abkühlung und Ruhe. Das Erlebnis verbindet Klettern, Schwimmen und Entdeckergeist – der ideale Escape an heißen Sommertagen.

#4 schwerelos auf dem wasser: e-foil und wingsurfen

E-Foil und Wingsurfen zählen zu den angesagtesten Wassersportarten des Sommers. Während beim E-Foil Hightech und Geschwindigkeit für das Gefühl sorgen, förmlich über das Wasser zu schweben, nutzt Wingsurfen einzig die Kraft des Windes. Wer bei diesen Sportarten über das Wasser gleitet, erlebt genau das, was die Blue Mind Theorie beschreibt: einen Zustand voller Leichtigkeit und das Gefühl, ganz im Moment zu sein.

#5 der wohl ikonischste blick auf hamburg: übernachten im hafenkran

Maritimer Vibe meets urbanes Abenteuer: Eine Übernachtung im Hamburger Hafenkran bietet den wohl ikonischsten Blick über die Stadt. Das luxuriöse Industrial Loft ist ein Statement über dem Wasser: einschlafen mit Blick auf die Elbphilharmonie, deren Lichter sich im Wasser spiegeln. Aufwachen im pulsierenden Hafen, wenn die ersten Containerriesen vorbeiziehen. Frühstück? Kommt per Boot. Geliefert von einem Bootsmann. Mehr echtes Hamburg geht nicht. Wer diesem Erlebnis noch ein bisschen Abenteuer hinzufügen möchte, tauscht Panorama gegen Nervenkitzel und wagt beim Bungeesprung vom Hafenkran den Sprung in die Tiefe, mit der Elbe als spektakulärer Kulisse.

#6 die coolste adresse auf dem wasser: floating village brombachsee

Von einem Haus am See träumen viele. Das Floating Village am Brombachsee setzt noch einen drauf: Hier wird der Traum eines Hauses auf dem See wahr. Auf den schwimmenden Wasservillen wird der See zur persönlichen Aussichtsterrasse. Ein Anblick zum Durchatmen und Runterkommen. Wer die Verbindung zum Wasser noch intensiver erleben möchte, erkundet den Brombachsee beim Stand-up-Paddling; mehr Speed bietet die Wakeboardanlage auf dem See.

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Über die Jochen Schweizer GmbH

Die Jochen Schweizer GmbH, gegründet 1987 von Jochen Schweizer selbst, ist als führender Anbieter für Erlebnisse und Erlebnisreisen ein echter Wegbegleiter für alle Menschen, die Außergewöhnliches und Herausforderndes erleben und über sich hinauswachsen wollen. Dafür vermittelt das Unternehmen tausende unterschiedliche Erlebnisse, Erlebnisreisen und Erlebnisgeschenke in Deutschland, Österreich und der Schweiz – für jeden Geschmack, jeden Anlass und jedes Alter. Erhältlich sind sämtliche Erlebnisangebote online auf www.jochen-schweizer.com sowie im Einzelhandel. Im Oktober 2017 wurden Jochen Schweizer und mydays unter dem Dach der Jochen Schweizer mydays Group vereint. Die Gruppe gehört zur ProSiebenSat.1 Media SE. Die neue Erlebnisgarantie von Jochen Schweizer bietet volle Flexibilität bei der Einlösung. Jeder Geschenkgutschein ist flexibel für über 9.000 Erlebnisse einlösbar – vom Fallschirmsprung bis zum Survival Camp, vom Varieté-Dinner bis zum E-Foil Kurs. Außerdem sind Gutscheine drei Jahre gültig und verlängerbar, auf Wunsch werden Kund:innen persönlich beraten. Mehr dazu unter https://www.jochen-schweizer.de/erlebnis-garantie/l/6ekpu

Jochen Schweizer Monthly // Inside Abenteuer Vol. 5 – Check-In im Hafenkran

Wie ein Ex-Gaming-CEO aus einem Hamburger Hafenkran und einem Leuchtturm auf La Palma exklusive Hideaways machte

Liebe Medienpartner:innen,

mit „Inside Abenteuer“ geht es dieses Mal in den hohen Norden Deutschlands – und zum ersten Mal aufs Wasser. Mitten im Hamburger Hafen, dort, wo Kräne, Schiffe, Möwen und die Elbphilharmonie um die beste Kulisse kämpfen, steht Hamburgs wohl spektakulärste Übernachtungsadresse: ein alter Hafenkran, direkt auf dem Wasser.

Und weil außergewöhnliche Nächte bei Jochen Schweizer nicht an der Hafenkante aufhören, führt die Geschichte auch weiter nach La Palma. Dort steht mit dem Faro Punta Cumplida ein Leuchtturm-Hideaway, das mit Atlantikblick, Infinity Pool und Sonnenuntergängen in Kinobreite fast zu aufregend klingt, um wahr zu sein.

Beide Erlebnisse sind über Jochen Schweizer buchbar und stammen aus der Welt von Tim Wittenbecher, der nicht einfach nur Hotels baut, sondern vergessene Orte wieder zum Leben erweckt. Mit dem Hafenkran in Hamburg und dem Faro Punta Cumplida auf La Palma bringt Jochen Schweizer zwei seiner außergewöhnlichsten Hideaways ins Portfolio.

Tim Wittenbecher war früher CEO in der Gamingbranche. Spielautomaten, Casinos und blinkende Maschinen gehörten zu seiner beruflichen Welt. Heute baut er alte Leuchttürme, Wassertürme und Hafenkräne zu exklusiven Hideaways aus – Orte, die die meisten Menschen sonst nie von innen sehen würden. Wie man an solche Orte überhaupt kommt, warum langer Atem wichtiger ist als Glamour und was die Familie Prada damit zu tun hat? Genau darum geht es in dieser Ausgabe von „Inside Abenteuer”.

vom spielautomaten-business zum leuchtturm-fieber

Tim Wittenbecher kommt nicht aus der klassischen Hotellerie. Und genau das macht seine Geschichte so spannend. Sein erstes Berufsleben spielte in der Unterhaltungsbranche, genauer gesagt in der Welt der Spielautomaten – bis ausgerechnet ein Thema wieder auftauchte, das ihn schon seit seiner Kindheit begleitet: Leuchttürme. „Ich war als Kind schon immer Leuchtturm-Fan”, erzählt Wittenbecher. Ob an der Elbe oder auf Sylt – Türme am Wasser hatten für ihn schon früh eine besondere Anziehungskraft.

Vor rund 18 Jahren stieß Wittenbecher auf einen alten Lotsenturm auf Usedom, der eigentlich über eBay versteigert werden sollte. Noch bevor es dazu kam, kaufte er den Turm gemeinsam mit seiner Frau, einer Architektin – und baute ihn zum ersten Hideaway um. Aus der Idee wurde ein Konzept. Wichtig war Wittenbecher dabei von Anfang an, keine Hotelkette von der Stange aufzubauen, sondern einen Gegenentwurf zum immer gleicher werdenden Reisemarkt zu schaffen. Seine Unterkünfte in Leuchttürmen, Wassertürmen und im Hafenkran sind Orte mit Geschichte, atemberaubender Aussicht und Exklusivitätsfaktor.

Tim Wittenbecher hat bereits sieben Hideaways umgebaut, weitere sind in Planung. Zwei seiner spektakulärsten Orte sind Teil des Jochen Schweizer-Portfolios: der Hafenkran in Hamburg und der Faro Punta Cumplida auf La Palma.

hamburgs exklusivste nacht auf dem wasser

Der Hafenkran in Hamburg stand ursprünglich auf keiner Wunschliste. Tim Wittenbecher und sein Team wollten eigentlich die Leuchtturm-Idee weiterentwickeln. Dann kam dieser Kran ins Spiel: ein historisches Hafenobjekt, das ein Freund vor der Verschrottung gerettet und zur neuen Heimat von Harrys Hafenbasar gemacht hatte – einer skurrilen Sammlung eines früheren Kapitäns, die früher auf der Reeperbahn zuhause war.

Genau diese Mischung aus historischem Kran und maritimer Sammlung wurde zum Türöffner. Denn als reines Hotelprojekt hätte der Kran im Hamburger Hafen kaum eine Chance gehabt. Mit Harrys Hafenbasar im Bauch passte er in den Museumshafen Sandtorhafen – an einen Ort, den Wittenbecher als „den besten Liegeplatz der Welt” beschreibt. Unten blieb das Museum, oben entstand später das Hideaway für zwei Personen mit Blick auf Elbe, Speicherstadt und Elbphilharmonie.

Einfach war das trotzdem nicht. Der Hafen ist Arbeitsort, Sicherheitszone und Wirtschaftsmotor – kein Ort, an dem man mal eben ein Bett aufstellt. „Das Allerwichtigste ist, dranzubleiben”, sagt Wittenbecher. Von der ersten Idee bis zur ersten Übernachtung vergingen fast vier Jahre: Genehmigungen, Abstimmungen, Umbau in der Werft und schließlich die Rückkehr in den Sandtorhafen.

Heute schlafen Gäste direkt auf dem Hafenwasser und morgens bringt ein Bootsmann den liebevoll zusammengestellten Frühstückskorb. Mehr Hamburg geht kaum.

la palma: wenn der leuchtturm zum sehnsuchtsort wird

Der zweite Jochen-Schweizer-Schauplatz in Wittenbechers Hideaway-Welt liegt rund 3.500 Kilometer weiter südlich: der Faro Punta Cumplida auf La Palma.

Der Leuchtturm war das erste Projekt außerhalb Deutschlands und markierte für Wittenbecher den Schritt von der nationalen Idee zur internationalen Strahlkraft. Möglich wurde das durch ein Konzessionsverfahren der spanischen Regierung, die ausgewählte Leuchttürme für touristische Nutzung öffnete.

Aus dem historischen Leuchtturm entstanden drei hochwertige Suiten. Heute können Gäste dort übernachten, wo früher Leuchtturmwärter lebten und das Licht 23 Seemeilen weit in den Atlantik strahlte. Dazu kommen wunderschöne Terrassen, ein atemberaubender Blick auf den Atlantik, spektakuläre Sonnenuntergänge und ein Infinity Pool. Wittenbecher nennt den Faro Punta Cumplida einen „absoluten Traumort” – mit endlosem Sommer, Sonnenuntergängen in allen Farben und einem Meer, das nachts manchmal so laut ist, dass man das Fenster schließen muss. Was ein Luxus…

wie schlägt man prada? mit authentizität.

Dass Wittenbechers Konzept mehr ist als eine schöne Designidee, zeigt eine Geschichte aus Italien. Dort gewann er mit seinem Team eine öffentliche Ausschreibung für einen Leuchtturm auf Ischia – gegen die Prada-Familie.

Wie man gegen Prada gewinnt? „Gar nicht so einfach – aber mit Authentizität”, sagt Wittenbecher. Der Grund dafür ist spannend: Bei historischen Landmarken zählt nicht nur, wer den größten Namen oder das meiste Geld mitbringt. Es geht vielmehr um Vertrauen, aber auch um Referenzen.

Leuchttürme und Hafenkräne sind keine beliebigen Immobilien. Sie sind Wahrzeichen, Projektionsflächen, Sehnsuchtsorte. Wer sie übernimmt, übernimmt Verantwortung. Wittenbechers Konzept überzeugte, weil es die Orte nicht privatisiert und verschwinden lässt, sondern sie neu nutzbar macht.

Genau dieses Prinzip steckt auch im Hafenkran Hamburg und im Faro Punta Cumplida: aus besonderen Orten keine abgeschotteten Trophäen machen, sondern außergewöhnliche Erlebnisse.

Warum wir plötzlich in Kränen und Leuchttürmen schlafen wollen

Der Reiz solcher Hideaways liegt nicht nur in der Aussicht, sondern in ihrer Seltenheit. Während Reisen immer stärker durchgetaktet, vergleichbarer und austauschbarer werden, wächst der Wunsch nach Orten, die nicht jeder kennt, nicht jeder bucht und nicht jeder sofort einordnen kann.

Genau deshalb funktionieren der Hafenkran in Hamburg und der Faro Punta Cumplida auf La Palma auch so gut. Wer im Hafenkran schläft, übernachtet nicht einfach in Hamburg – sondern direkt auf dem Hafenwasser, mitten in einem historischen Kran. Wer im Leuchtturm auf La Palma aufwacht, startet den Tag nicht mit Blick auf die Hotelanlage, sondern auf den weiten Atlantik.

Beide Orte liefern maximale Individualität und Abenteuer ganz ohne künstliche Inszenierung.

das erlebnis bei jochen schweizer

Wer Hamburg nicht nur besuchen, sondern einmal von innen heraus erleben will, kann die Übernachtung im Hafenkran für zwei Personen über Jochen Schweizer buchen. Eine Nacht lang wird der historische Kran im Sandtorhafen zum privaten Hideaway auf dem Wasser – mit Einweisung, Welcome Drink, Frühstückskorb und Blick auf die Elbphilharmonie inklusive.

Auch der Faro Punta Cumplida auf La Palma ist über Jochen Schweizer buchbar. Dort verbringen zwei Personen zwei Nächte im Leuchtturm-Hideaway – mit Frühstück, Candlelight Dinner, Infinity Pool und Atlantikblick.

Zwei Orte, die zeigen, dass außergewöhnliche Erlebnisse nicht immer höher, schneller oder lauter sein müssen. Manchmal reicht es, dort aufzuwachen, wo sonst niemand schlafen darf: mitten im Hamburger Hafen oder über den Wellen des Atlantiks.

Die nächste Ausgabe von „Inside Abenteuer“ folgt im Juni.

Bildmaterial steht zur redaktionellen Nutzung unter Angabe der Credits im Dateinamen zur Verfügung. Bei Interesse an weiteren Informationen, O-Tönen, zusätzlichem Bildmaterial oder einem Erlebnistest freuen wir uns über Ihre Rückmeldung.

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Patrizia Fauster / Helena Höfelsauer

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